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Klimaschutz

Die Gemeinde Bitsch setzt seit den frühen 1980er Jahren bereits erneuerbare Energien ein für die Beheizung der öffentlichen Gebäude. In Sachen Klimaschutz und Verminderung der Treibhausgase orientiert sie in regelmässigen Abständen die Bevölkerung, welche sie damit zum Mitmachen bei diesem für die Zukunft immer wichtigeren Thema auffordert.

Klimaschutz und Reduktion der Treibhausgase

Die Folgen der menschlichen Entwicklung seit dem Industriezeitalter sind auf vielfältige Weise und bald jede Woche in Form von enormen Naturgewalten und beängstigenden Katastrophen weltweit spürbar. Wissenschaftliche Berichte bestätigen allesamt, dass die Ursache in der zu hohen Konzentration von Treibhausgasen liegt. Nehmen wir diese Warnungen ernst.

Nur mit dem nötigen Wissensstand und ausführlicher Information über den gesamten Klimawandel wird es möglich sein, die Folgen der Klimaerwärmung durch insbesondere zu hohen CO2-Ausstoss abzufedern. Nicht heute, erst in 2 Generationen werden unsere Enkel und Grossenkel massiv zu spüren kriegen, was es heisst, wenn bis zu 20% des Bruttoinlandprodukts für die globalen Klimafolgekosten eingesetzt werden müssen. Eine Flut von Informationen erreicht uns heute - auch wenn Viele dies nicht oder noch nicht wahr haben wollen: dieses Problem betrifft alle und kann nur gemeinsam angegangen und gelöst werden. Neue Herausforderungen erfordern neue Verhaltensweisen und zwar von jedem einzelnen und zwar auch hier und heute. Entscheidend werden die nächsten 10 Jahre sein.

Massnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen
Es reicht nicht nur darüber zu sprechen. Nachfolgende Hinweise erleichtern die Änderung von persönlichen Angewohnheiten zur Erreichung der Ziele im Klimabereich gemäss internationalem Kyoto-Protokoll. Die Werte der Schweiz sind hoch: jährlich stossen wir über 40 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre aus, eine Atmosphäre die im Vergleich zu einem Globus lediglich die Dicke einer Lackschicht besitzt!

CO2 ist ein Treibhausgas und für die Klimaveränderung massgeblich verantwortlich!
Tipps zum Einsparen von CO2 finden Sie derzeit überall. Was Ihnen leider keiner sagt, ist, wie viel welche Maßnahme tatsächlich bringt. Sie finden hier zehn Energiespartipps, die für den Klimaschutz wirklich wichtig sind.

  1. Wechseln Sie zu einem unabhängigen Ökostromanbieter. Diese sehr einfach zu realisierende Maßnahme bringt für das Klima enorm viel. Ein durchschnittlicher 3-4 Personen-Haushalt kann dadurch im Jahr bis zu 1,9 Tonnen CO2 einsparen.
  2. Fahren Sie mit Fahrrad, Bus oder Bahn zur Arbeit. Wenn Sie pro Tag rund 20 Kilometer Arbeitsweg zurücklegen, sparen Sie bei einem Durchschnittsverbrauch ihres PKW von 10 Litern auf 100 Kilometer rund 800 Kilogramm CO2 im Jahr (10 km = 1,890 kg CO2!).
  3. Reduzieren Sie den Fleischanteil Ihrer Ernährung. Wenn Sie sich ausgewogen und fleischreduziert ernähren (oder sogar Vegetarier werden) ersparen Sie dem Weltklima rund 400 Kilogramm CO2 im Jahr.
  4. Verzichten Sie auf Inlands- und Kurzstreckenflüge. Ein einziger Hin- und Rückflug Hamburg-München verursacht 340 Kilogramm CO2. Die Bahnfahrt dauert länger, ist aber viel umweltfreundlicher.
  5. Kaufen Sie biologisch erzeugte Nahrungsmittel aus Ihrer Region. Beim Bioanbau wird nur etwa die Hälfte an Energie benötigt. Bei langen Transportwegen entstehen außerdem überflüssige Emissionen: Eine Mahlzeit von 100 Gramm Spargel aus Chile verursacht allein durch den Transport 1,7 Kilogramm CO2-Ausstoß. Aus der eigenen Region zur Spargelzeit nur 60 Gramm.
  6. Drehen Sie die Heizung runter. Sie sollen nicht im Kalten sitzen. Aber die Absenkung der Raumtemperatur um nur ein Grad senkt die CO2-Emissionen eines 4-Personen-Haushalts pro Jahr um rund 350 Kilogramm. Senkt man die Temperatur in der Nacht in der Wohnung generell auf 15-16 Grad, spart das noch einmal knapp 300 Kilogramm CO2.
  7. Waschen Sie mit niedriger Temperatur und voller Maschine. Lassen Sie die Vorwäsche weg und waschen Sie grundsätzlich höchstens mit 60 Grad, nur in Ausnahmefällen mit 95 Grad. Die meiste Wäsche wird auch bei 30-40 Grad perfekt sauber. Anschließend nicht in den Trockner sondern auf die Leine. Einsparpotenzial: bis zu 330 Kilogramm CO2 pro Person und Jahr.
  8. Kaufen Sie keine Energiefresser. Wenn Sie Neuanschaffungen machen, sollten Sie auf die Energieeffizienz der Geräte achten. Nicht immer ist das billigste Gerät auf Dauer auch das preisgünstigste. Einsparungen bis 50 Prozent sind möglich!
  9. Schalten Sie alle elektrischen Geräte ab, die Sie nicht gerade benutzen. Die so genannten Standby-Schaltungen sind praktisch, weil man sich nicht mehr vom Sofa oder dem Bett erheben muss, um Fernseher, Videorecorder oder Stereoanlage einzuschalten. Aber die Geräte verbrauchen auch in diesem Zustand Energie - oft unnötig viel. Geräte, die keinen Ausknopf haben sollten Sie an eine schaltbare Steckerleiste anschließen. Einsparungen pro Haushalt von 300 Kilogramm CO2 sind so möglich!
  10. Ersetzen Sie alte Glühbirnen durch moderne Energiesparlampen. Pro 60-Watt-Glühbirne, die durch eine gleich helle 11-Watt-Sparlampe ersetzt wird, sparen Sie im Jahr 20,5 Kilogramm CO2. Was wenig klingt, kann große Wirkung entfalten. Eine Schätzung aus Großbritannien besagt: Wenn pro Haushalt nur eine normale Glühbirne gegen eine Energiesparlampe ausgetauscht wird, kann dafür ein (Kohle-)Kraftwerk abgeschaltet werden.


ECO-DRIVE = cleveres, sparsames und umweltfreundliches Fahren

  1. Unnötiges Material aus dem Fahrzeug entfernen, leichtes Fahrzeug wählen
  2. Rollwiderstand verkleinert sich bei gutem Reifendruck, Kontrolle jeden Monat zusätzlich Eco-Reifen montieren
  3. Luftwiderstand verkleinern: keine Skiträger ohne Skis, keine Gepäckträger verwenden, je höher die Geschwindigkeit desto höher der Luftwiderstand
  4. Anschnallen, Bereitmachen zum Fahren, Warten bis Lücke / Bahn frei, dann erst Motor anlassen, ohne zusätzlich Gas zu geben und sofort losfahren
  5. Rasch beschleunigen mit viel Gas und rasch in den unteren Drehzahlbereich (2'500 Umdrehungen pro Minuten)
  6. So früh wie möglich in den nächsthöheren Gang schalten, auch Gang überspringen möglich
  7. Im höchstmöglichen Gang fahren schont Geldsack, Klima und Mechanik
  8. Motto: Nicht reagieren sondern Agieren und so im Verkehr mitschwimmen, ohne zu oft abzubremsen und zu beschleunigen
  9. Weit vorausschauen – Wagen gut ausrollen lassen – Schwung nutzen und überflüssiges Bremsen vermeiden
  10. Motor immer ausschalten vor Ampeln und Bahnübergängen / 10-Sekunden Regel auch beim Parkieren
  11. Leichtlauföl senkt den Reibwiderstand im Getriebe, saubere Luft- und Ölfilter fördern optimale Verbrennung

Wie nutze ich Alternativen:
• Motorfahrzeuge für kurze Strecken stehen lassen und zu Fuss gehen fördert zudem die Gesundheit!
• Öffentlichen Verkehr nutzen, auch wenn es manchmal länger dauert
• Gemeinsame Fahrten durchführen und weniger Einzelfahrten
• 10 Km im Auto produziert 1830 Gramm CO2 Treibhausgas (Kyoto-Soll: 1200g)

Weitere Informationen und Tipps: www.eco-drive.ch – mit Kosten-Nutzen-Rechner und fragen Sie Ihren Fahrlehrer bzgl. Eco-Drive Kursen, es lohnt sich!

Die Herausforderung: jeder kann etwas tun - was kann ich tun?
Private Haushalte sind in der Schweiz für zwei Drittel der klimaschädigenden Kohlendioxid (CO2)-Emissionen verantwortlich. CO2-monitor AG lancierte deshalb per 13. Mai 2008 gemeinsam mit dem WWF sowie Mitgliedern der WWF Climate Group die Online-Plattform www.co2-monitor.ch . Mit am Start waren die Schweizerische Eidgenossenschaft, das Bundesamt für Umwelt BAFU, energieschweiz sowie grosse Unternehmen wie Coop, Migros-Genossenschaftsbund (MGB) und Swisscom. Diese boten ihren insgesamt über 100’000 Mitarbeitenden Zugang zu der einfach zu bedienenden Plattform, mit der CO2-Emissionen erfasst und reduziert werden können. Wenn Mitarbeitende ihre persönlichen Emissionen um nur 10 bis 20 Prozent reduzieren, wird soviel CO2 eingespart, wie das Unternehmen in einem Jahr verursacht. Die beteiligten Unternehmen wollen damit einen wirkungsvollen Beitrag zum Klimaschutz durch Private leisten.
www.co2-monitor.ch

Klimaschutz mit einem Dreh
Eine der wirksamsten Klimaschutzmassnahmen, die bisher kaum diskutiert wurde, ist der Einsatz von modernen, wassersparenden Duschbrausen. Wer etwas gegen den Klimawandel unternehmen möchte, kann sich im Klimaschutzprojekt «Klimaschutz mit einem Dreh» engagieren. Warmwasser macht in einem durchschnittlichen Haushalt rund 25% des Energie-verbrauchs aus – mehr als das Kochen, Waschen und als sämtliche Elektrogeräte zusammen. Ein aktuelles Projekt, bei dem sich Private, Schulen, Gemeinden, Sportveranstalter, Fitnesscenters und Hotels beteiligen können, ist die neue Kampagne „Klimaschutz mit einem Dreh“.

Es unterstützt die Verbreitung von wassersparenden und dadurch energiesparenden Duschbrausen und hat bisher über 8000 Haushalte erreicht, die insgesamt über 3000 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Beim Duschen wird besonders viel Warmwasser verbraucht. Wer 5 Minuten pro Tag mit einer konventionellen Brause duscht, verbraucht 80 - 100 Liter Wasser. Da das Wasser in der Regel mit Heizöl erhitzt wird, entstehen erhebliche Mengen an klimaschädlichem CO2.

Der Wasserverbrauch kann mit modernen Duschbrausen um bis zu 60% gesenkt werden. Da es sich um Warmwasser handelt, senken Sie damit auch ihren Energieverbrauch erheblich. Sparpotential: 100 – 300 Franken pro Haushalt. Der Investition von circa CHF 30.00 steht eine Einsparung von CHF 100.00 bis CHF 300.00 an Energie und Wasserkosten gegenüber.

Klimaschonendes Duschen ist ein gutes Beispiel für Energieeffizienz, die sich sowohl ökonomisch wie ökolo-gisch positiv auswirkt. Die Gemeinde Bitsch beteiligt sich an der Aktion „Klimaschutz mit einem Dreh“ und stellt allen EinwohnerInnen vergünstigt Sparbrausen zur Verfügung (Aktion gültig bis Ende Juli 2009). Ausserdem hat die Gemeinde beschlossen, alle gemeindeeigenen Duschbrausen auszutauschen. Eine Win-Win-Situation für Sie und die Umwelt!
www.warmduschen.info/bitsch

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